Über die Gefährlichkeit von Medikamenten beim Autofahren wie Psychopharmaka, Schlafmittel oder Beruhigungsmittel wissen viele Menschen mehr oder weniger Bescheid. Aber was viele nicht wissen: Auch Medikamente / Arzneimittel die nicht rezeptflichtig sind, können die Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr einschränken. Dazu zählen beispielsweise Grippemittel, Hustensaft, Nasentropfen oder Augentropfen, die besonders in der Winterzeit oft in Anspruch genommen werden.

Worauf achten wenn man Medikamente einnehmen und Autofahren muss

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Arzneimittel vor der Autofahrt können zu Müdigkeit oder Kreislaufproblemen führen. Man sich ausdenken was während der Fahrt passieren würde, wenn es zu einem Schwindelanfall des Fahrers kommen. Darüber hinaus können hustendämpfende Mittel die Reaktionsfähigkeit verringern. Diesen sind meistens das schläfrig machende Codein beigefügt. Meistens haben Arzneimittel eine ähnliche Wirkungen wie Alkohol und setzen  Reaktionsschnelligkeit und die realistische Einschätzung von Gefahren herab. Bei Hustentropfen wird meistens hochprozentiger Alkohol als Konservierungsmittel verwendet und wirken laut Dr. Heimo Vedernjak, Verkehrsmediziner beim ÖAMTC, wie ein kleiner Schnaps. Menschen mit wenig Körpergewicht wird hier besonders geraten acht zu geben.

Blick auf die Medikamentenpackung und Gebrauchsinformation

Wenn ein Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen kann, muss laut der Gebrauchsinformationsverordnung § 14 (1) und der Kennzeichnungsverordnung § 13 (1) in Österreich ein entsprechender Warnhinweise im Beipacktext beziehungsweise auf der Verpackung angeführt sein.

Das plötzliche plötzliche Absetzen von Medikamenten kann genauso riskant sein wie die falsche oder übermäßige Einnahme. Es ist laut der Österreichischen Apotherkammer ein gefährlicher Irrtum zu glauben, ohne die benötigten Medikamente verkehrstüchtiger zu sein. So beeinträchtigen zum Beispiel starke Schmerzen die Konzentrationsfähigkeit enorm, nicht behandelter Bluthochdruck vermindert die Konzentrationsfähigkeit.

Strafbar kann auch das Fahren unter dem Einfluss von Medikamenten sein. Laut der gesetzlichen Regelung, darf weder ein Fahrzeug in Betrieb nehmen, noch gelenkt werden, wenn man sich in einem durch Alkohol oder Suchtgift beeinträchtigten Zustand befindet.

Wenn es kracht, droht der Malus, man bleibt unter Umständen auf dem eigenen Schaden sitzen und muss sich auch noch mit einer Zahlungsablehnung seiner eigenen Kaskoversicherungen herumärgern.

so der ÖAMTC Jurist Martin Hoffer.

Weitere Informationen zum Thema Medikamente im Straßenverkehr

gesundheit.gv.at

 

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