Richtig Spritsparen schont Geldbeutel und Umwelt

Spritsparen schont die Umwelt und die eigene Geldbörse. Viele Autofahrer schauen beim Kauf eines Autos heutzutage zwar darauf, wie viel das Wunschauto laut Angaben des Herstellers verbraucht – Stichwort „Normverbrauch“, aber dass der Benzin- oder Dieselverbrauch in der Praxis meistens viel höher liegt, merkt man spätestens auf jeder Rechnung der Tankstellen. Überhaupt sind diese theoretischen Angaben der Hersteller stark zu hinterfragen, nicht nur durch den sogenannten VW-Abgasskandal.

In der Ausgabe dez/15 veröffentliche der ÖAMTC die Ergebnisse einer Auto Touring Verbrauchsfahrt zum Thema Spritsparen. Bei einer Testfahrt mit drei gleichen Autos über 1400 Kilometer wurde erhoben, wie hoch der Einfluss der eigenen Fahrweise auf den Verbrauch des Autos ist. Dazu wurden zwei „Gleiter“, einer mit DSG-Automatik und einer mit Schaltgetriebe sowie ein „Hetzer“ mit Schaltgetriebe auf den Weg durch drei Länder geschickt. Beim Praxis-Verbrauchstest kam heraus, was „eh schon jeder gewusst hat“. Beim Gleiten wird deutlich mehr Sprit gespart, als beim Hetzen (also Schnellfahren). Der hetzende Autofahrer sparte zwar relativ viel Zeit, musste dafür aber höhere Tankrechnungen und natürlich auch mehr Stress beim Fahren in Kauf nehmen.

Auto Spritspar Tipps

Bereits beim Kauf eines Autos sollte die Entscheidung für ein sparsames Auto mit möglichst geringen CO2 Ausstoß fallen. Im Internet finden sich viele Liste über effiziente Automodelle. Nach dem Autokauf fährt am am besten regelmäßig zum Service, da verschmutzte Luftfilter, schlecht gewartete Zündanlagen oder fehlerhafte Auto-Elektrik reduzieren die Motorleistung reduzieren und auch den Spritverbrauch in die Höhe treibt. Daher sollte eine regelmäßige Wartung eine Selbstverständlichkeit sein.

  • Reifen-Luftdruck kontrollieren – Ein geringer Luftdruck in den Reifen erhöht den Treibstoffverbrauch sowie Verschleiß der Reifen
  • Unnötige Dachträger nicht montieren – Diese erhöhen den Luftwiderstand und das Gesamtgewicht
  • Sinnloses Gewicht nicht immer mitführen
  • Motor nicht im Stand warm laufen lassen – Ist verboten, verbraucht Sprit und schadet dem Motor
  • Zügig Beschleunigen und früh hochschalten – Empfohlene Anzeigen im Display beachten
  • Vorausschaufahrend fahren
  • Motorbremswirkung benutzen um durch Schubabschaltung Sprit zu sparen
  • Tempomat richtig nutzen – Auf hügeligen Strecken ausschalten, bei Steigungen nicht sehr aus Gas steigen und dafür beim Gefälle flott hinunter rollen
  • ECO-Routen Funktion in Navis verwenden

Ausbildung zum Spritsparen

Wer beruflich als Transporteur oder Busfahrer unterwegs ist, kann sich zum Spritsparen ausbilden lassen und eine Förderung vom Land Steiermark kassieren. Die Voraussetzungen dafür: Der mit 50 Prozent der Kurskosten (maximal 100 Euro pro Berufskraftfahrer) geförderte Kurs zum Treibstoff-Sparen muss mit sogenannten klima:aktiv zertifizierten Trainern in einer C95 / D95 Weiterbildungsstätte absolviert werden. Dazu gehören Fahrschulen, Autofahrerorganisationen und andere Weiterbildungseinrichtungen. Für Berufskraftfahrer und Buslenker wird die Ausbildung zum Spritsparen als Modul im Zuge der C95 / D95-Weiterbildung angerechnet.

Quelle: ÖAMTC, Steirische Wirtschaft

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