Wintertipps für Autofahrer

Im Winter kommen einige Anforderungen an Autos sowie ihren Fahrern zu, die mit unseren Tipps und der richtigen Winterausrüstung leichter gemeistert werden können. Bereits vor dem Einsteigen ist zu bedenken, dass die dicke Winterbekleidung im Auto während der ersten Kilometer zwar kuschelig vor der Kälte schützt, dicke Jacken aber auch zu einer Gefahr werden können, weil der Gurt nicht mehr ideal eng am Körper anliegt. Aus diesem Grund ist es sicherer, die ersten Minuten bis zum Einsetzen der Heizung mit der Kälte zurecht zu kommen und auf die dicke Jacke zu verzichten. Dies gilt ebenso für Kinder als Mitfahrer am Rücksitz. Lieber den dicken Anzug ausziehen und den Kindersitz damit zudecken.

Schneeketten müssen zum Winterreifen passen

Schneeketten dürfen verwendet werden, sobald Schnee auf der Fahrbahn liegt. Ist zudem auf der Straße ein blaues Gebotsschild zu sehen, müssen die Schneeketten angelegt sein. Wichtig bei der Wahl der richtigen Schneeketten ist, dass deren Dimension zu den Winterreifen passen.

Schneeketten richtig montieren

Schneeketten werden an den Reifen der Antriebsachsen montiert und am besten an einem ebenen sicheren Platz angelegt. Fährt man ein Allrad-betriebenes Auto sollte man sich  an die Empfehlungen des Herstellers richten. Die Montage der Schneeketten geht meistens einfach von statten:

Dabei wird ein Stahlseil oder ein Federstahlbügel über das Rad gezogen. Zuerst wird die Kette hinter dem Rad ausgelegt, als nächstes der Montagering geschlossen und die Kette geschlossen. Abschließend wird die Spannautomatik der Schneekette eingehängt. Je nach Modell muss nach der Montage auch eine Vierteldrehung mit dem Rad gemacht werden, damit die Schneekette richtig gespannt ist. Nach dem Auflegen der Schneeketten ist es empfohlen nach kurzer Fahrt den Sitz der Ketten zu überprüfen.

Tipp: Die Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten sollte nicht schneller als 50 km/h sein beziehungsweise Angaben des Herstellers berücksichtigt werden.

Autobatterie im Winter

Autobatterien sind besonders kälteempfindlich, die Leistung der Batterien sinkt dabei unterhalb vom Gefrierpunkt sehr stark.
Wie stellt man aber eine schwache Batterie ohne Verwendung eines Multimeters fest? Autofahrer merken beim Starten des Kälte-geplagten Motors oft, dass die digitale Uhr im Auto die Zeit nicht mehr richtig anzeigt oder gespeicherte Radiosender nicht mehr auf ihrem „gewohnten Platz“ aufzufinden sind. Stellt man diese Symptome bei seinem Kfz fest, sollte die Batterie bei der nächsten Gelegenheit überprüft werden. Es ist nicht verwunderlich, dass in der Pannenstatistik der heimischen Autofahrerclubs, im Winter ausgefallene Batterien Hauptverursacher für nicht mehr startende Autos geführt werden.

Wintertipp nach der Starthilfe: Hat man das Glück und ein anderer Autofahrer oder Mitarbeiter eines Pannendienstes konnte erfolgreich Starthilfe geben, sollte man mit dem Auto mindestens eine Stunde bei wenig eingeschalteten Stromverbrauchern fahren. Dazu zählen beispielsweise Heizung, Radio oder die Lüftung.

Richtiges Tempo und Abstand bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen

Schneefahrbahn
Unterwegs mit dem Auto bei dichtem Schneetreiben und schlechter Sicht.

Die meisten Unfälle im Winter mit dem Auto passieren durch zu hohe Geschwindigkeit und besonders zu geringer Abstand zu den Schnee-Räumungsfahrzeugen auf den winterlichen oder eisigen Straßen.

Laut dem ÖAMTC meinen viele Autofahrer, dass direkt hinter einem Streufahrzeug ideale Straßenverhältnisse gegeben sind. Dies ist jedoch ein Irrtum! Denn direkt hinter einem Streufahrzeug sind die eisigen Straßen genauso glatt wie vor dem Streufahrzeug. Das Auftaumittel braucht laut den Experten eine gewisse Zeit, um auf der Straße einzuwirken und das Eis aufzulösen. Oft werden die Geschwindigkeiten dieser Fahrzeuge auch falsch eingeschätzt, wodurch weitere Unfälle entstehen. Diese sind nämlich mit maximal 30 bis 40 km/h unterwegs. Begegnet man einem Streufahrzeug sollte deshalb unbedingt das eigene Tempo verringert werden.

Auf Freilandstraßen kann man im Winter bei sehr guten Bedingungen (gute Schneereifen, weite Sicht, trockene Fahrbahn …) auch 100 km/h fahren. Bei Schneefahrbahn ist die Geschwindigkeit zu halbieren, damit der Bremsweg gleich bleibt. Bei Eis muss man um 70 Prozent langsamer fahren!

Sieht man wegen Schnee auf der Straße Bodenmarkierungen nicht mehr, gelten die allgemeinen Fahrregeln (Parken parallel zur Fahrbahn, Einordnen auf der entsprechenden Fahrseite und so weiter). Oft ein Ärgernis für Parkende in der Stadt: Kurzparkzonen gelten trotz Schneefalls, da diese durch Verkehrszeichen angezeigt werden.

Parken bei Schnee

Bei der Wahl des verschneiten Parkplatzes sollte darauf geachtet werden, dass Scheeräumfahrzeuge nicht behindert werden und nicht in Kurven geparkt wird. Schleudernde Autos könnten nämich das geparkte Auto beschädigen.

Schneit es sehr stark und es besteht die Gefahr, dass man das eigene Auto nicht mehr wieder findet, könnte die davor befindliche Hausmauer fotografiert oder diverse Apps mit einer „Standort merken“ Funktion benutzt werden. Das Smartphone muss zu diesem Zweck aber GPS integriert haben.

Hin und wieder sollte man das eigene Auto freischaufeln, wenn es länger steht. Achtung: Auch wenn der Parklatz mühsam freigeschaufelt wurde –  das Reservieren von öffentlichen Flächen ist nach der Straßenverkehrsordnung verboten! Damit man keinen Ärger mit der Autoversicherung bekommt, sollten erkennbare und mit Warnschildern markierte Schneedächer nicht ignoriert und darunter geparkt werden. Im Schadensfall muss der Autofahrer nämlich damit rechnen, dass ihm ein Mitverschulden seitens der Versicherung angelastet wird und man einen Teil des Schadens selber tragen muss.

Unser letzter Wintertipp für Autofahrer: Auch im Winter sollte das Auto gewaschen werden beziehungsweise in die Waschstraße. Denn Streusalz und Schneematsch setzen dem Autolack zu. Dadurch steigt das Risiko von Rost- und Lackschäden.

Quelle: ÖAMTC

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